Tipp: Glasur für Cake Pops verdünnen

Viele Cake Pop Fans stehen bei den ersten Malen der Glasur-Herstellung vor dem Problem, dass ihre Glasur zu dickflüssig ist. Dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob die Bällchen mit Cake Pop Maker oder von Hand erstellt wurden,

Eine zu dicke Glasur hat zum einen den Nachteil, dass man die Cake Balls nur schwer darin tunken kann. Das Überziehen wird schnell zur Qual und wenn man zu unvorsichtig vorgeht, kann sogar der Ball vom Stiel abgerissen werden. Zum Anderen tropfen die Cake Pops schlecht ab und die dickflüssige Glasur sieht sehr unschön aus. In diesem Artikel geht es um die Frage, wie man beim Verdünnen der Glasur am besten vorgeht damit diese leicht zu überziehen sowie gleichmäßig haftet und welche Möglichkeiten es dafür generell gibt. Außerdem zeigen wir ein paar Grundlegende Fehler, die man vermeiden sollte.

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Erwünschtes Resultat: Die perfekte Cake Pop Glasur

Unsere Mission ist es, eine moderat flüssige, leicht abtropfende und gleichzeitig fest haftende Glasur zu machen. Wenn diese abkühlt, wird sie schön fest und glänzt leicht im Licht. Doch was passiert überhaupt bei der Verfestigung? Die Antwort ist ganz einfach: Die Glasur wird dann schön fest, wenn das Fett in ihr nicht etwa trocknet, sondern bei der Abkühlung erstarrt. Deshalb ist es so wichtig, diesen – chemischen – Prozess zu verstehen und anzuwenden (etwa mit Hilfe eines Temperiergerätes und der anschließenden Kühlung im Kühlschrank). Dafür muss man ein paar kleine Grundlagen der Lebensmittelchemie kennen.

Zwei Arten von Glasuren und „das Problem“

Generell werden meist entweder sogenannte „Candy Melts“ (Flocken) geschmolzen, oder aber herkömmliche Kuvertüre verwendet. Beide Varianten bestehen aus unterschiedlichen Zutaten:

  • Candy Melts Flocken: Werden in der Regel aus pflanzlichen Fetten, in der Regel Palmkernöl, hergestellt. Weitere Zutaten sind oft Molkepulver (reduziert), künstliche Aromen, Emulgatoren und Farbstoffe.
  • Herkömmliche Kuvertüre oder auch „Schokoladenüberzugsmasse“: Sie bestehen in der Regel aus Kakaobutter, Kakaomasse, Zucker und Emulgatoren.

Kakaobutter wird oft in sehr unbeständigen „Kristall-Konstellationen“ fest. Man braucht hier etwas mehr Erfahrung beim Temperieren, um eine schön flüssige Glasur zu zaubern. Für Anfänger eignen sich daher Candy Melts etwas besser.

Vorsicht: Vermischt man Kakaobutter mit einem pflanzlichen Öl bzw. Fett, so kann dadurch der schöne Glanz zerstört werden. Außerdem kann man sich das Aussehen der Cake Pops dadurch vermasseln, denn es bildet sich dann häufig sogenannter Reif bzw. Fettreif.

Einfache Regeln zum Verdünnen

Was sollten Sie nun unbedingt beachten und einsetzen, um Ihre Glasur zu verdünnen? Es folgen kurz und knackig ein paar Grundregeln und Tipps dazu:

  • Weder Kuvertüre aus Kakaobutter, noch Glasuren auf Fettbasis wie „Candy Melts“ sollten mit Wasser oder Milch verdünnt werden! Auch wenn die Glasuren Emulgatoren beinhalten, sollten Sie den Versuch erst gar nicht wagen. Das gleiche gilt für wasserhaltige Fette oder Öle wie Margarine oder Butter (also besser nicht verwenden). Lassen Sie daher auch niemals versehentlich Wasser in Ihre Glasur tropfen.
  • Generell sollten Sie beim Schmelzen sehr langsam vorgehen. Zu hohe Temperaturschwankungen sparen Ihnen keine Zeit ein!
  • Hochwertige Glasuren auf Fettbasis sind bereits so hergestellt, dass sie schön flüssig werden können. Oft reicht es aus, die Candy Melts noch einmal leicht und langsam in der Mikrowelle zu erhitzen, sie zu rühren und den Vorgang bis zur gewünschten Flüssigkeit zu wiederholen.
  • Geben Sie niemals Kakaobutter zu Ihren Candy Melts. Das gleiche gilt umgekehrt für kakaohaltige Kuvertüre (für das Hinzugeben von Pflanzenöl). Es könnte sich, wie bereits genannt, Fettreif bilden.
  • Ist die Fettglasur (z.B. Candy Melts) trotz ausreichender und schonender Erhitzung immer noch zu dickflüssig, können Sie Kokosnuss-Öl oder Fett hinzugeben (fangen Sie mit ganz wenig an). Ansonsten gehen auch andere Pflanzenfette, die kein oder kaum Wasser beinhalten. In den USA verwendet man sogenannte „Paramount Crystals“, die aus Paraffin bestehen. Diese findet man jedoch nicht in Deutschland.
  • Normale Kuvertüre sollte, wie aus den vorherigen Aspekten hervorgehen sollte, nur mit Kakaobutter verdünnt werden. Es gilt das Prinzip: Gleiches mit Gleichem oder Gleichartigem verdünnen.

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